Fairtrade in Argentinien

Fairtrade dient sowohl den kleinen Produzenten der Weintrauben, mit denen die großen Betriebe ihre Weine machen, als auch den Arbeitern der großen Weingüter. Die kleinen Produzenten leiden unter der asymmetrischen Marktsituation: Die Verkaufskonditionen vereinbaren die fünf größten Weingüter unter sich. Die Produzenten liefern manchmal ohne vorher zu wissen, welchen Preis sie erlangen werden und wann sie bezahlt werden. In Jahren, in denen viele Trauben auf dem Markt sind, sind die Preise somit niedrig und es wird nach Belieben der großen Weingüter gezahlt. Dies ist dann ein nervenaufreibendes Warten für die, die auf die Erlöse als Lebensgrundlage angewiesen sind und das ganze Jahr darauf hinarbeiten.

Die Arbeiter sind per Gesetz gut geschützt, aber in den ländlichen Zonen Mendozas beschäftigen viele Weingüter die Arbeiter schwarz, ohne Krankenversicherung, Rentenansprüche und gesetzliche Urlaubstage. Viele Zeitarbeitsfirmen arbeiten ebenfalls ohne Sozialbeiträge. Während der Ernte kommen oft Familien aus dem Norden angereist, die Unterkünfte variieren zwischen ordentlich und miserabel. Und auch wenn kein Kind auf der Gehaltsliste auftaucht, arbeiten Kinder mit, wenn die Weingüter dies nicht besonders kontrollieren. Fairtrade zertifizierte Betriebe werden insbesondere in der Erntezeit intensiv überwacht. Außerdem werden mit der Fairtrade Prämie Projekte gefördert, die die Arbeiter und ihre Familien unterstützen.

Fairtrade Projekte Argentinien

Fairtrade in Chile

 

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